|
|
|
|
|
|
 |
| SCHIFF-WRACKS
IN SARDINIEN |
Sardinien,
ein Land das von Millionen Personen
als Ferienziel bevorzugt wird,
ist auch im Sinne vieler bekannter
Tauchwettbewerbe. Die Motive
dieses Erfolgs liegen auf der
Hand; die Morphologie ist sehr
verschieden und bildet einen
Kontrast der Küsten, die unbewegliche
Umrahmung und seine langen wunderschönen
Strände, eingefasste Perlen
im smaragdgrünen Schein, hier
ist das Meer noch sehr reich
an Leben: die Schwämme und die
Gorgonie bilden einen Teppich
anseinen Wänden, Zackenbarsche,
Moränen, Tintenfische und in
der Saison bevölkern die schnellen
Räuber die Räume, während
in dunkeln Abstellräumen sich
ganz kleine und farbige
Nudibranchi, durchsichtige Garnelen
und unbeschreibliche Krebse
verstecken. Diese flüssige Fläche
versteckt
in seinem Bauch unzählig viele
wertvolle und funkelnde Schmuckstücke:
Wir sprechen von Wracks, im
Laufe der Jahre versunkene Fantasmen
, oft vor Jahrhunderten. Es
gibt viele in Sardinien, aber
wenn man in einem begrenzten
Raum bleiben möchte, taucht
man im Golf von Cagliari, oder
geht dann in Richtung Teulada.
Man trifft auf die Reste der
ENTELLA, ein Frachtschiff, in
nur 18 Meter Tiefe, ISONZO,
ein Kriegsschiff auf ca 56 Meter;
EGLE, von einem U-Boot während
des zweiten Weltkriegs versenkt;
ROMAGNA, bekannt für seine großen
Seeaale, die den Schiffsrumpf
bewohnen.; DINO, ein vor ca
20 Jahren in stürmischer See
gesunkenes italienisches Schiff.
Viele Motive für einen Unterwasser-Fotografen,
der mit den Gegenlichtern spielen
kann, die sich zwischen den
Stahltrossen und den Fischen
bilden, die
sich oft annähern und auf einen
Leckerbissen hoffen. Nun, hier
ist unser kleiner Führer, der
Sie zu einem Besuch in diese
Welt der Zeugen einer immer
misteriösen Vergangenheit einlädt.
|
ENTELLA
 |
| Beginnen
wir unsere Reise unter den Wracks
Sardiniens mit etwas Einfachen,
aber auf jedenfall sehr schön,
die Entella.
Es war ein Frachter, der Kohle
transportierte und von einem
englischen U-Boot 1943 versenkt wurde. Schöne
Geschichte, die des U-Boots,
das in nur einem Kriegsjahr
und in einem kleinen Meeresabschnitt,
wie der des Golfs von Cagliari,
immense Verluste brachte.
Aber kehren wir zurück zu
uns und der Entella; ca 30
Meter lang und in der Nachkriegszeit
sehr zerstört, wurde es Stück
für Stück auseinandergenommen.
Es befindet sich in einer
Tiefe von 15 Metern und ist
daher eine Schiffsschule der
Sporttaucher der ersten Generation,
aber auch für die Anfänger,
die mit dem Schnorcheln beginnen.
Aufrecht liegt es auf Sand.
Daraus folgt die immer gute
Sicht und immer klares Wasser:
optimale Bedingungen. Vielleicht
nur ein bischen kalt: die
Wassertemperatur pendelt von
12 bis 18 Grad. Dafür sind
fast nie Strömungen, und wenn
nicht zu stark, nur bei Scirocco
und Mistralwinden. Und ein
weiterer großer Vorteil, daß
sich das Wrack nur 5 Minuten
mit dem Boot vom Strand in
Solanas befindet
(Ausgangspunkt für diese Tauchtour).
Kommen wir zu den Fischgründen:
Es ist nicht sehr viel zu
finden, aber man findet durchaus
Saraghi, Trigle, Nudibranchi,
Tintenfischeier. Und nachts,
die Überraschung: Alica mirabilis,
in ihrer ganzen Pracht entfaltet.
|
|
ENTELLA
Golf von Cagliari
Ort: Solanas
Wrack: Frachter, transportierte
Kohle. Das Wrack ist ziemlich
zerstört. Es befindet sich
in aufrechter Position auf
sandig, steinigem Untergrund.
Tiefe: 15 Meter
Wassertemperatur: 12 bis 18
Grad
Strömungen: nicht stark
Tauchgang: auf der Entella
findet man jede Art von Unterwasserleben
und es ist ein optiomaler
Platz für die Unterwasserfotografie.
Es wird ein Nachttauchgang
empfohlen, bei dem die Alica
mirabilis zu sehen ist.
Distanz zur Küste: ca 100
Meter
|
|
ISONZO

Wir haben mit der Vorspeise
Entella angefangen und gehen
sofort zum ersten Gang der
Mahlzeit, die ISONZO. Das
große Kriegsschiff (ca 80
Meter Länge) hat die selbe
Vergangenheit der Entella
undder Romagna
hinter sich. Sie wurde von dem selben englischen
U-Boot im Golf von Cagliari
versenkt. Der Tauchgang ist
hier etwas aufwendiger, da
sich das Wrack in einer Tiefe
von 56 Metern befindet, ein
Ort mit oft sehr starken Strömungen.
Dafür ist die Sicht unbeschreiblich:
es gibt Tage an denen schon
ab 15 bis 20 Metern unterhalb
der Wasseroberfläche die Umrisse
des schiffes erkennen kann.
Das hängt von den Strömungen
ab. Der Aufenthalt ist dann
sicher, wenn der Wind Maestral
und der Scirocco wehen. Die
Strömungen treffen wir auf
20 bis 25 Metern Tiefe an,
dann nicht mehr. Somit hat
man die Kontiunität und die
Lust weiter abzutauchen und
man kann sicher gehen, einmal
am Wrack angelangt, einen
ruhigen normalen Tauchgang
ohne Strömungen weiter durchführen
zu
können. Auf jeden Fall sollte
man ein erfahrener Taucher
sein, um einen Tauchgang dieser
Art durchzuführen, auch weil
eine lange Dekompression gemacht
werden muß. Man sagt, daß
die Basis der Isonzo auf 56
Meter Tiefe auf sandigen Untergrund
liegt, aber schon ab 45 Meter
sieht man schon sehr viel.
Ein Karussell von Fischen
die dieses Wrack frequentieren,
ist um wenig zu sagen, überwältigend.
Wenn man in den Maschinenraum
eintaucht (unter größter Vorsicht)
beginnt das Spektakel: bewegte
Fischmassen und Wolken, und
der Taucher...ein unvergessliches
Erlebnis. Und zum Ende eine
Information: das Schiffswrack
ist durch eine Boje gekennzeichnet,
deren Befestigungsleine auch
sehr gut zur Dekompression
benutzt werden kann
|
ISONZO
Golf von Cagliari
Ort: Torre delle Stelle
Wrack: großes Kriegsschiff 1943
versenkt, auf der Seite liegend
auf sandigem Untergrund.
Tiefe: 56 Meter
Wassertemperatur: 10 bis 14
Grad
Strömungen: starke Strömungen
von 0 bis 30 Meter bei Mistral-
und Sciroccowind.
Tauchgang: Man kann in den Maschinenraum
unter größter Vorsicht eintauchen.
Zwei Kanonen und Maschinengewehre
sind auf dem Deck.
Distanz zur Küste: 1.5 Meilen
|
|
EGLE
Verfolgen wir weiter unsere
Unterwasserexpedition auf
der Jagd nach Schiffwracks
im Golf von Cagliari mit der
EGLE. Auch dieses Schiff wurde
von
dem gleichen englischen Unterseeboot
versenkt, das schon einiges
vor seinen Kanonen hatte.
Die Egle war ein Frachtschiff
das Kohle geladen hatte, auf
dieses verweisen zumindest
die Überreste, aber dies ist
nicht sicher. Es war bewaffnet
mit Selbstverteidigungswaffen,
die in diesen Fall nicht ausreichend
waren. Aufgrund des Beschusses
ist es sehr zerstört, aber
ist trotzdem ein für aufregende
Tauchgänge wertvolles Objekt.
Man kann sehr einfach an der
Rumpfseite in das Innere des
Schiffes eintauchen, jedoch
mit größter Vorsicht. Dies
sind Empfehlungen, die unbedingt
eingehalten werden sollten.
Und bei diesem Wrack erst
Recht, da in der Zone Fischfang
betrieben wird, und das Wrack
mit Netzen und anderem Fischgerät
übersäät ist. Dies ist das
gefährlichste überhaupt für
einen Taucher der an Wracks
taucht. Dafür hat man keine
Probleme mit Strömungen und
es herrscht eine hervorragende
Sicht. Es ist eine fischreiche
Gegend, und es sind sehr viele
Fische vorhanden, die den
Unterwasserfotografen mit
Sicherheit beeindrucken. Achtung,
einige Fische wurden schon
beobachtet, als sie Taucher
angegriffen haben, die sich
einfach zu Nahe an sie heranwagten.
|
EGLE
Golf von Cagliari
Ort: Capo Boi
Wrack: Frachter von einem englischen
U-Boot versenkt. Es liegt in
aufrechter Position auf sandigem
Meeresgrund.
Tiefe: 36 Meter
Tauchgang: Das Wrack ist sehr
zerstört, aber zwischen den
Stahltrossen findet man viele
interessante Dinge. Man kann
auf der Seite des Wracks in
den Schiffsrumpf eintauchen.
Wassertemperatur: 10 bis 15
Grad
Strömungen: Nicht sehr stark
bei Mistral- und Sciroccowind.
Distanz zur Küste: ca 2 Meilen
Zudem befinden wir uns hier
in einer Zone, in der Tauchen
verboten ist. Deshalb wenden
Sie sich an die örtlichen Tauchzenter
und –schulen, die eine Sondererlaubnis
haben. |
|
ROMAGNA
Wir befinden uns in Capitana,
immer noch im Golf von Cagliari,
um an ein sehr schönes
Wrack in dieser Zone abzutauchen,
die ROMAGNA. Leider erging
es auch der Romagna so wie
den anderen Schiffen Entella, Isonzo und die Egle, und sie wurde
von dem famosen englischen
U-Boot 1943 versenkt. Der
Rumpf zerbrach in zwei Teile,
und heute liegt der Bug des
Schiffes ca eine Meile von
dem Rumpf entfernt und bietet
dadurch ein anderes Tauchziel.
Die Beladung der Romagna war
Benzin und Waffen, sie war
mit leichten Waffen zur Selbstverteidigung
ausgerüstet. Als die Besatzung
des Schiffes bemerkte, von
den Engländern aufgespürt
und verfolgt zu werden, versuchten
sie das Schiff durch Flucht
in Sicherheit zu bringen.
Dies gelang jedoch nicht,
sie wurde getroffen, zerbrach
in zwei Teile und der Bug
sank sofort, der restliche
Teil des Schiffes schwamm
noch bis zu der Stelle wo
sie heute versunken liegt.
Mit einer Länge vo ca 50 Metern
befindet sie sich in einer
Tiefe von ungefähr 34 bis
42 Meter in aufrechter Position.
Nicht zerstört, d.h. noch
gut erhalten. Man kann in
den Maschinenraum und andere
Bereiche des Rumpfs eintauchen
(auch hier mit größter Vorsicht).
Man findet praktisch alle
Meerestiere und sehr viele
Fischschwärme. Mit viel Glück
trifft man auch auf Delfine.
Im Rumpfinneren befinden sich
noch Stiefel und andere Ausrüstungsgegenstände
der Besatzung. Ein unbeschreiblicher
Tauchgang.
|
ROMAGNA
Golf von Cagliari
Ort: Capitana
Wrack: Die Romagna war mit Waffen
als Nachschub beladen. Sie befindet
sich auf sandigem Meeresgrund
in aufrechter Position.
Tiefe: 34 bis 42 Meter
Strömungen: Stark bei Mistral-
und Sciroccowind
Wassertemperatur: 10 bis 15
Grad
Tauchgang: sehr gute Bedingungen,
es fehlt der große Bug, man
kann in das Wrackinnere eintauchen,
sehr reich an Meerestieren.
|
ROMAGNA
(DER BUG)
Gehen wir den Bug der Romagna
erforschen. So wie vorher
schon gesagt, befindet er
sich eine Meile entfernt von
dem anderen Teil des Schiffes.
Hier sind wir tiefer, auf
ca 45 Meter. Der Tauchgang
ist dadurch etwas aufwendiger,
aber nichts ist unmöglich.
Starke Strömungen sind nur
bei Mistralwind und durch
den sandigen Meeresgrund wird
viel Schlamm aufgewirbelt
und verschlechtert die Sicht
deutlich. Wenn man das Wrackteil
erreicht erwartet einen ein
Reichtum an diversen Fischschwärmen,
Krustentiere, man glaubt in
der karibischen See zu tauchen,
und man weiß nicht wohin man
schauen soll.
ROMAGNA (BUG)
Golf von Cagliari
Wrack: Der Bug ist ca eine
Meile vom Haupteil des Wracks
entfernt.
Tiefe: 45 Meter
Tauchgang: das Wrackteil ist
von sehr vielen Fischschwärmen
umgeben, teilweise auch sehr
große ausgewachsene, die von
den Taucher ab und zu gefüttert
werden.
Strömungen: stark bei Mistral-
und Sciroccowind.
Wassertemperaturen: 10 bis
15 Grad
|
|
DINO
We go far toward Teulada to
Punta Zafferano (Capo Teulada),
where in 25 meters depth the
DINO is situated. An Italian
ship, which in the year 1973
during a storm sank. She had
loaded tone. It is on sandy
sea-ground easily bent to the
side. One can dive into different
areas of the ship and finds
also tracks of articles of equipment.
The ship had very long masts,
which were shortened later by
NATO, because in this area NATO
exercises take place. If one
dives into the trunk, one sees
numerous sea inhabitants, among
other things the sea turtle
"Caretta caretta ",
which probably reproduces itself
at the beach of "Porto
Zafferano". Some information
to the diving course: In this
zone the admission and navigation
with watervehicels is militarily
forbidden. In the summer only
in the months July and August
are free for tourists. Before
each diveing however the Capitaneria
(coast guard) is to be informed,
in order to get a permission.
It excludes annoyance with the
authorities and the military
in any case.
Wir
gehen etwas weiter in Richtung
Teulada nach Punta Zafferano
(Capo Teulada), wo in 25 Metern
Tiefe die DINO liegt. Ein
italienisches Schiff, das
im Jahr 1973 aufgrund von
stürmischer See versank. Sie
hatte Ton geladen. Sie liegt
auf sandigen Untergrund leicht
zur Seite geneigt. Man kann
in verschiedene Bereiche des
Schiffs eintauchen und findet
auch Spuren von Ausrüstungsgegenständen.
Das Schiff hatte sehr lange
Masten, die später von der
NATO gekürzt worden sind,
da in diesem Bereich Übungen
stattfinden. Wenn man in den
Rumpf eintaucht, sieht man
zahlreiche Meeresbewohner,
unter anderem die Meeresschildkröte
"Caretta caretta", die sich
wohl am Strand von Porto Zafferano
fortpflanzt. Einige Informationen
zum Tauchgang: In der Zone
ist der Zutritt und das Befahren
mit Wasserfahrzeugen militärisch
untersagt. Nur im Sommer in
den Monaten Juli und August
ist es für Turisten frei.
Vor jedem Tauchgang ist aber
die Capitaneria (Küstenwache)
zu informieren, um eine Genehmigung
zu bekommen. So schließt man
Ärger mit den Behörden und
dem Militär auf jeden Fall
aus.
DINO
Capo Teulada
Ort: Porto Zafferano
Wrack: Italienisches Frachtschiff
mit Ton beladen. 1973 aufgrund
von starker See gesunken.
In aufrechter Position etwas
zur Seite geneigt auf sandigen
Untergrund
Tiefe: 25 Meter
Wassertemperatur: 10 bis 15
Grad
Strömungen: stark bei Libecciowind
Tauchgang: sehr guter Zustand
des Wracks, man kann in den
Innenteil eintauchen, viel
Fisch für unsere Unterwasserfotografen.
Quelle
& Fotographie:
Efisio Pinna, Cagliari,
Campione Italiano fotografie
subacquee (Sieger der nationalen
italienischen Unterwasserfotographie)
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|