| KLEINER
KANUFÜHRER SARDINIENS |
VON BUGGERRU NACH
MASUA
Karten: Karte des hydographischen
Instituts der Marine, Ma8stab 1:100.000, westlicher
Mittelmeerraum - Sardinien, "von der Insei San Pietro bis zum
Capo San Marco". Länge der
Strecke: in Meilen (Hin- und Rückweg). Ein-und Ausschiffen: Wir
fahren die SS 130 bis nach
Iglesias; weiter geht es in Richtung Fluminimaggiore und Buggeni.
Wir schiffen uns im Hafen
ein, wo wir ideale Bedingungen vorfinden. Die Autos lassen wir im
Hafengebiet.
Camping: Wir können die Campìngplätze von Sant 'Antioco und
Porto Pino nutzen.
Vorsichtsmassnahmen: Mit Ausnahme der Bucht Cala Domestica,
ist die Kùste eine
ununterbrochene Kalksteilwand, die keine Möglichkeit für das Anlegen
bietet. Wir empfehlen
diese Tour nur erfahrenen Kanuisten, die ein Ersatzpaar Ruder mitnehmen
und den Eskimo
beherrschen sollten. Im Sommer wird diese Küste vor allem vom Mistral
dominien; es können
plötzliche Südwinde auftreten, auch wenn man in Buggeni bei stiller
See losrudert. Bei starkem
Wind, rudert weit vom Ufer entfernt, da in direkter Nàhe der Steilwände
die Böen nicht
einzuschätzen sind. Ihr riskiert, daß euch die Ruder weggerissen
werden oder ìhr aus dem
Gleìchgewicht geratet.
VON MARINA DI ARBUS
BIS ZUR PUNTA S'ASCHIVONI
Karten:Karte des hydographischen
lnstituts der Marine, Maßstab 1: 100.000, westlicher Mittelmeerraum
-Sardinien, "von der Insei San Pietro bis zum Capo San Marco".
Länge der Strecke: 15 Meilen (Hin- undRückweg). Ein-undAusschiffen:
Von dem großen Bergdorf Arbus fahrt man die StraBe Richtung Montevecchio,
Bergbauort, der sich im Auflösungsprozeß befindet. Hier angekommen
fahren wir weiter Richtung Marina di Arbus und fahren durch eme
faszinierende und menschenleere Gegend, wo der mediterrane Buschwald
und die nackten Berggipfel schon ein aufßerordentliches Exkursionserlebnis
versprechen. In Gutturu Flumini angekommen, können wir uns einschiffen1
indem wir die mit Algen bewachsenen niedrigen
Plattformen ausnutzcn, die für einen "en phoque" Start
im Seehundstil sorgen. Camping: In Arborea gibt es einen organisierten
Campingplatz, freies Zelten in den Dünen mit Ozean-Dimensionen.
Vorsichtsmassnahmen: Soltte der Mistral aufmüpfig werden,
verschiebt eure Kanutour; nur den Härtesten empfehlen wir den Besuch
der durch Zement verunstalteten Orte Torre dei Corsari und Pistis.
VOM PORTO ALABE ZUM
S`ARCHITTU
Karten:Kartedes hydographischen
Instituts der Marine, Maflstab 1:100.000, westlicher Mittelmeerraum
- Sardinien, "vom Capo San Marco zum Capo Caccia". Länge
der Strecke: 9,5 Meilen (nur Hinweg).
Ein-und Ausschiffen: Wenn ihr den Ort Tresnuraghes erreicht
habt, folgt den Hinweìsen zum Porto Alabe, kleiner, touristischer
Küstenort in der Planargia, wo wir uns am Strand einschiffen; vor
uns die Klippen von Corona Niedda. Unsere Tour endet in S'Archittu,
dessen Namen von einem gigantischen Felsbogen aus KaIk stammt, den
das Meer ausgewaschen hat. Wir fahren durch den Bogen hìndurch.
Dahinter erscheint ein kleiner Strand, wo wir anlegen. Camping:
Einen organisierten Campingplatz gibt es in Narbolia in der
Örtlichkeit Is Arenas: das Zelt steht auf Sand inmitten der Düfte
des Eukalyptus und der Mimosen. Vorsichtsmassnahmen: Vermeidet diesen
Teil bei starkem Mistral und traut im Winter auch ruhigem Meer nicht,
wenn Gewitter vorhergesagt sind; in kùrzester Zeit kann sich das
Meer in einen Alptraum verwandeln, mit Wellen, die von den Wänden
zurückschnellen.
VON ALGHERO NACH ARGENTIERA
Karten:Karte des hydographischen
Instituts der Marine, Maflstab 1:100.000, westlicher Mittelmeerraum
-Sardinien, "von Capo Caccia nach Castelsardo und zu der Insel
Asinara. Länge der Strecke: 22 Meilen (nur Hinwcg). Ein-und
Ausschiffen: Wenn ihr euch scheut, im Hafen einzuschiffen und mii
euren Kanus und Sack und Pack inmitten der katalanischen Stadt herumzuhantieren,
beobachtet vom Turm Torre del Sulis, so fehlt es nicht an Alternativen,
etwas weiter nördlich, auf dem bequemen Strand des Salzsees von
Calich. Laßt am Vortag ein Auto in Argentiera, welches euch am Ende
der Tour in dem verlassenen Bergbauörtchen erwartet, was nur von
Geistern bevòlkert ist. Camping: In Alghero gibt es Campingplätze,
einer dieser liegt am Ufer des Sees von Calich, von dem er den Namen
hat: Torre del Porticciolo, 21 km nördlich der Stadt und unseres
Ausgangspunktes. Vorsichtsmassnahmen: Wir brauchen nur die
richtige Zeit im Jahr wählen: Hochsommer oder die "Trockenperiode"
im Januar und so können wir auf der langen Paddelstrecke unseren
Ùberschu8 an körperlichen Energien loswerden.
DER SEE OMODEO
Karten:I.G.M. Karte von
Italien, Maßstab 1:25.000Blatt Nr. 020611. Quadrant Orientierung
S.E. Busachì; Blatt Nr 0206 Il. Quadrani Orientierung N.E. Ghilarza:
Biati Nn 0207 III. Quadrani Orientierung N.O. Salto di Lochele.
Länge der Strecke: 32 Meilen (Hin- und Rtickweg). Ein-und ausschiffen:
Man fàhrt die SS 131 bis nach Paulilatino, man durchfährt den Ort,
den Schildern folgend, die zum Stausee führen. An diesem angekommen,
nachdem man links eine Straße zur Lokalität Santa Chiara liegengelassen
hat, fährt man weiter nach Tadasuni und Ghilarza. Auf dieser Straße,
die den See entlang führt, biegt man rechts in eme steile, nicht
asphaltierte Abfahrt etwa 100 m vom See entfernt, die ans Ufer führt.
Hier kann man die Autos parken und sich ein- und ausschiffen. Camping:
Die Ufer des oberen Teils des Sees sind eben und bieten sich eher
zum freien Campen an als die südlich gelegenen bei der Brücke von
Tadasuni. Organisierte Campingplätze gibt es in Arborea in der Lokalität
S'Ena Arrubia und in Narbolia im großen Pinienwald von Is Arenas.
Vorsichtsmassnahmen: Militärischer Schießplatz am Ufer in
Höhe des Ortes Bidoni, in dem Eukalyptuswäldchen, gut sichtbar an
dem nackten Uferstreifen gelegen; unter der Brücke von Tadasuni
durchgefahren, biegt man scharf nach links in Richtung des Ortes
Soddi und der Mündung des Flusses Siddo in den See.
VON CAGLIARI NACH NORA
Karten:Karte des hydographischen
Instituts der Marine, Maßstab 1:100.000, tyrrhenisches Meer - Sardinien,
"vom Capo Carbonara bis zum Capo Spartivento". Länge
der Strecke: 16 Meilen (nur Hinweg). Ein-und Ausschiffen:
Wir schiffen uns im Hafen von Cagliari ein, von dem bequemen schwimmenden
Steg der Kanugruppe Ichnusa. Das Ausschiffen findet am òstlich gelegenen
Strand der Halbinsel statt, auf der sich die Ruinen der punischen
Stadt Nora befinden. Ein Auto laßt ihr vorher dort oder ein paar
geduldige Freunde, die das Meer lieben und auf das Endes unserer
Anstrengung warten. Camping: Es gibt in Teulada, Chia, Pula
und S. Margherita organisierte Campingplätze. Vorsichtsmassnahmen:
Diese Tour empfehlen wir auf Grund seiner Länge nur den Durchtrainierten.
Wenige Kilometer vor dem Ufer von Villa d'Orri gibt es enige Untiefen,
die Probleme schaffen können, auch wenn das Meer platt wie Öl ist.
Wenn ihr an dem Industriehafen von Sarroch vorbeikommt, raten wir
zu zügigem Rudern, um unangenehme Diskussionen zu vermeiden.
VOM HAFEN VON CAGLIARI
ZUR MARINA PICCOLA
Karten:Karte des hydographischen
Instituts der Marine, Maflstab 1:100.000, tyrrhenisches Meer - Sardinien,
"vom Capo Carbonara bis zum Capo Spartivento". Länge
der Strecke: 10Meilen (Hin- und Rückweg). Ein-und Ausschiffen:
Wir schiffen uns auf dem schwimmenden Steg der Kanugruppe Ichnusa
innerhalb des Hafens von Cagliari ein, von dem aus verschiedene
Exkursionen beginnen. Die Autos läßt man auf dem Parkplatz der sich
vor dem Ruderverein befindet. Camping: Man kann den Campingplatz
von Capitana nutzen, der sich auf der Straße Richtung Villasimius
befindet. Die Cagliaritaner hüten sich davor, das Capo Sant'Elia
zu empfehlen, da man hier unangenehme Begegnungen mit Paaren haben
kann, die dieses Kap in der Dämmerung bevölkern, schlimmer noch
die Tiere, die sie mit sich fùhren. Vorsichtsmassnahmen:
Eine abwechslungsreiche Tour in einem kleinen Wilderness, ein Sonntagsausflug,
den man voll geniessen kann. Achtung, der Mistral vor allem im Winter
schafft reflektierende Wellen und das sogenannte "konfuse Meer",
längs der Hafengebiete und der Levante-Mole. Für die unerfahrenen
Kanufahrern, die noch ängstlich und gefühlsbeladen sind: es gibt
häufig lebhafte Delphine zu sehen, die im Hafenbecken oder in der
Nähe dieses schwimmen. Es handelt sich also nicht um weiße Haie
auf Suche nach Fleisch in der Dose.
DER GOLF VON PALMAS
Karten: Kartedes hydographischen
Instituts der Marine, Ma8stab 1: 100.000, westlicher Mittelmeerraum
- Sardinien, "vom Capo Spartivento zur Insel San Pietro".
Länge der Strecke: 11 Meilen (nur Hinweg). Ein-und Ausschiffen:
Wir fahren auf der Landenge von Sant 'Antioco, entlang der groBen
Salinen, welche an die Seen von Santa Caterina anschlie8en, bis
wir auf der linken Seite kurz vor dem Hafen ein schwarz-weißes Gebäude
mit Türmchen sehen: das Hafenamt. Vor diesem geht eme kleine Nebenstraße
ab, die den See vom Meer trennt: hier ist jeder Punkt zum Einschiffen
geeignet. Ein Auto lassen wir in Porto Pino. Camping: Die
Gegend eignet sich nicht für freies Campen. Nutzt die Campingplàtze
von Sant 'Antioco in dem Bezirk Cala Sapone und von Porto Pino.
Vorsichtsmassnahmen: Achtung vor dem Mistral, der, wenn er
zu stark wird, an den Ritt Wagners erinnert. Mit dem Wind im Rücken
versucht man verzweifelt emen geeìgneten Strand aufzutun, bevor
man Capo Teulada und Sardinien den Rücken kehrt.
VON DEN KLIPPEN MANGIABARCHE
BIS ZUM TORRE CANNAI
Karten:Karte des
hydographischen Instituts der Marine, Maflstab 1: 100.000, westlicher
Mittelmeerraum -Sardinien, "vom Capo Spartivento zur Insei
San Pietro". Làngc der Strecke: 10,5 Meilen (nur Hinweg).
Ein-und Ausschiffen: Wenn wir von Calasetta, äußerster Zipfel
der Insel Sant 'Antioco, losgefahren sind, geht es weiter auf der
Straße, die entlang der Westküste abfàllt. Drei Kilometer hinter
dem On trifft man auf einen Strand, der südlich von einer Halbinsel
abgeschlossen wird. Direkt davor taucht die Klippe Mangiabarche
mit ihrem Leuchtturm auf. Wir schiffen uns am Sandstrand ein, nachdem
wir das andere Auto am Strand vom Torre Cannai gelassen haben. Camping:
Campingplätze gibt es in Sant'Antioco und Porto Pino. Die etwas
Spartanischeren werden Schwierigkeiten haben, unterhalb der Steilwände
zu Campen. Vorsichtsmassnahmen: Plötzliche Winterwinde, vor
allem aus dem Süden kommend, lassen das Zuendeführen der Tour oft
unmöglich werden; wir raten also dazu sich Richtung Nord zu halten,
bevor der Wind zu sehr zunimmt. Der Mistral stellt dagegen weniger
ein Hindernis dar, zumindest fùr diejenigen, die ihr Kanu gut beherrschen.
DER SEE VON COGHINAS
Karten: I.G.M. Karte
von Italien, Maßstab 1: 25.000Blatt Nr. 0181111. Quadrant Orientiening
N.O. Coghinas; Blatt Nr. 0181111. Quadrant Orientierung NE. Berchidda;
Blatt Nr. 0181111. Quadrant Orientierung S.O. Tula. Liange der Strecke:
15 Meilen (nur Hinweg). Ein-und Ausschiffen: Man fährt die
SS 131 bis zur Abzweigung Oschieti, von don folgt man der sognannten
Straße der Kathedralen, welche bis nach Oschiri führt und die Meisterwerke
der Romantik in Sardinien streift. Man gelangt nach Tula und dürchfährt
den kleinen Ort. Nach 5 km trifft man auf der rechten Seite nach
einer Brücke auf eme Schotterstraße, welche zum Segelzentrum führt,
das direkt am See liegt. Die Straße wird sehr schlecht, bis gar
nicht mehr befahrbar (nur in eine Richtung); wenn wir den Stausee
sehen, parken wir das Auto in einer kleinen Ausbuchtung auf der
Schotterstraße. Wenn es die Wasserhöhe erlaubt, daß wir bis zur
Brücke der Straße von Tula neben der Cantoniera Bulvaris rudern
können, lassen wir ein Auto dort, um zu vermeiden, daß wir den See
bis zur Staumauer paddeln müssen. Camping: Es bestehen unendlich
viele Möglichkeiten des freien Campens auf den Lichtungen, die sich
in den großartigen Korkeichenwäldern auftun und die Ufer des Beckens
total bedecken. Vorsichtsmassnahmen: Es besteht keinerlei
Problem für die Kanufahrer jeglichen Niveaus. Bedenkt, das der häufige
Mistral in Richtung Anlegestelle drückt.
DER MITTLERE SEE DES
FLUMENDOSA
Karten: I.O.M. Karte von
Italien, Maflstab 1: 25.000 Blatt Nr. 0218 Il. Quadrant Orientierung
N.O. Sadali; Blatt Nr. 021811. Quadrant Orientierung S.0. Nurri;
Blatt Nr. 02261. Quadrant Orientierung N.O. Lago di Mulargia. Länge
der Strecke: 30km (Hin- und Rùckweg). Ein-und ausschiffen:
Man fährt die SS 128 bis zu der Cantoniera von Santa Lucia in der
Nahe des Ories Serri, wo wir die SS 128 verlassen, um in Richtung
Ogliastra weiterzufahren, durch Seui kommend. Weiter geht es bis
zur Brücke des Flumendosa, welche sich unterhalb des Ortes Villanova
Tulo befindet. Nach der Brücke gibt es einige Straßen, die rechts
vomAsphalt abgehen und bis ans Ufer führcn, unendliche Möglichkeiten
des Parkens und Einschiffens. Camping: Die Liebhaber des
freien Zeltens auf englischem Rasen, werden positiv überrascht sein.
Achtung vor allem vor dem natürlichen Dünger, produziert von den
überall anwesenden Schafen. Vorsichtsmaßnahmen: wie in allen
künstlich angelegeten Seen in Sardinien kann die unterschiedliche
Wasserhöhe je nach Trockenheit euren Wunsch, den See rnit dem Meereskajak
zu überqueren, zunichte machen. Bei starken Wind kann die Tour sehr
anspruchsvoll werden, da zwei Drittel des Ufers sich nicht zum Anlegen
eignet.
DER SEE MULARGIA
Karten: I.G.M. Karte von
Italien, Maßstab 1: 25.000 Blatt Nr. 0226 I. Quadrant Orientierung
N.O. Lago Mulargia; Blatt Nr. 0226 IV. Quadrant Orientierung N.E.
Mandas. Längc der Strecke: 18 km (Runde auf dem See).
Ein-und ausschiffen: Man fährt die SS 131 bis nach Monastir
und dann weiter bis nach Senorbi, das man durchfährt. Weiter geht
es nach Suelli, dann rechts nach Sisine und Siurgus Donigala. Fährt
man die rechte Hauptstraße des Ortes, so trifft man in der Mitte
dieser (nicht von Schilder angezeigt) eme Nebenstraße, die zum See
führt. Diese Straße wird gegen Ende sehr breit und endet in einem
Platz, wo wir die Autos lassen und von wo wir uns aus einschiffen.
Nach der vollständigen Runde des See legen wir wieder in Nähe des
Parkplatztes an. Camping: Die Ufer des Sees sind nicht besonders
für freies Campen geeignet. Man kann das Zelt auf einem der kleinen
Inseln aufbauen, die weniger abfallend ist. Organisierte Campings
finden wir an der Ostküste nicht allzu weit vom See entfernt. Vorsichtsmasßnahmen:
An windigen Tagen bilden sich ordentliche WeIlen und starke unvorhersehbare
Böen, so daß wir die Tour bei derartigen Wetterlagen nur den Experten
empfehlen. Im Winter gibt es oft bis zum späten Vormittag dichten
Nebel; in diese graue, stille Welt kann man ohne große Gefahr eintauchen.
VON FONTANAMARE ZUM
TORRE VON PORTOSCUSO
Karten: Karte des hydographischen
Instituts der Marine, MaBstab 1: 100.000, westlicher Mittelmeerraum
- Sardinien, "vom Capo Spartivento zur Insei San Pietro".
Längc der Strecke: 14 Meilen (Hin- und Rùckweg). Ein-
und Ausschiffen: Wir fahren die SS 130 in Richtung Iglesias
und lassen auf der rechten Seite das große Bergbaugebiet von Monte
Poni liegen. Etwas später trifft man auf der rechten Seite auf eine
Abzweigung nach Funtanamare, das vor allem den Surfern mit Kanu
und Brett wegen der WeIlen, die der Mistral in Ufernähe bildet,
bekannt ist. Camping: Es gibt viele wunderschöne Plätze,
um für eine Nacht sein Zelt aufzustellen. Für längere Aufenthalte
bieten sich die Campingplätze von Sant'Antioco und von Porto Pino
an.
Vorsichtsmassnahmen: Der Mistral erreicht diesen Küstenstreifen
ohne Hindernis und bereitet auch dem geübtesten Kanufahrer Probleme.
Wir raten dazu, diese Tour im Sommer zu unternehmen, nachdem man
die Wettervorhersagen genau studiert hat. Selbst im Juli kann es
einem passieren, daß dichte Nebei aufkommen und die Stimmen der
Badegäste in Watte gebettet werden, während das Meer die Kanus wiegt.
DER SEE GUSANA
Karten: I.G.M. Karte
von Italien, Maßstab 1: 25.000 Blatt Nr. 020711. Quadrant Orientierung
N.O. Fonni; Blatt Nr. 0207 III. Quadrant Orientierung N.E. Gavoi.
Ltinge der Streckc: li lan (Runde auf dem See). Ein-und Ausschiffen:
Man fährt die SS 128 bis 10 km nach Ovodda, wo der See erscheint:
die Straße führt um diesen herum und nach der Brücke des Rio Aratu
ist ein Einschiffen an verschiedenen Stränden des Ostufers möglich.
Den ersten Strand treffen wir auf der kleinen Halbinsel, welche
die Mündung des Rio Aratti von dem eigentlichen See trennt. Hoch
über den Bäumen der Halbinsel steht das Hotel Taloro; eine Schotterstrße
unterhalb des Hotels verbindet diese mit dem Strand, wo wir einschiffen.
Das Auto können wir auf dem Parkplatz unter den Steineichen parken.
Camping: Man kann am hinteren Ostufer des Sees zelten. Genießer
können das Hotel und seine hervorragende Küche kosten. Vorsichtsmassnahmen:
Es handelt sich um ein kleines Becken ohne Schwierigkeiten. Im Winter
gibt es manchmal Schnee, was den Eindruck verstärkt, sich im Großen
Norden aufzuhalten.
VOM HAFENAMT
BIS ZUM STRAND VON COA 'E QUADDUS
Karten:Karte des
hydographischen Instituts der Marine, Maßstab 1:100.000, westlicher
Mittelmeerraum - Sardinien, "vom Capo Spartivento zur Insel
San Pietro". Länge der Strecke: 5 Meilen (nur Hinweg).
Ein-und Ausschiffcn: Wir schiffen uns genau vor dem Gebäude
des Hafenamts von Sant 'Antioco ein, nachdem wir das andere Auto
auf der asphaltierten Straße gelassen haben, die zum Strand Coa'
e Quaddus führt. Dieser liegt an der Ostküste der Insel (Hinweisschilder).
Camping: Es gibt auf der Insel und in Porto Pino einige Campingplätze.
Vorsichtsmassnahmen: Es handelt sich um eine relaxte Tour
von ca. 2 Stunden, die unterhalb der Kalkwände entlang führt, die
vor dem Mistral schützen. Auch hier herrscht Im Sommer großer turistischer
Andrang, und wir werden durch das Hin und Her der Motorboote und
anderer Wasserfahrzeuge die jünger als unsere 4000 Jahre alten Kajaks
sind, sowohl akustisch als durch die Verschmutzung dieser gestört.
DIE LAGUNE VON
CABRAS
Karten: I.G.M.
Karte von Italien, Maßstab 1: 25.000 Blatt Nr. 0217 IV. Quadrant
Orientierung NO. Cabras. Länge der Strecke: 21 km (Hin- und
Rückweg). Ein-und ausschiffen: Man fährt die SS 131 bis nach
Santa Giusta bei Oristano. Wir durchfahren den Ort und treffen auf
der linken Seite auf eine Abbiegung nach Cabras. Vor uns liegt die
Kirche Madonna del Rimedio aus dem 16.Jahrhundert. In dem weitläufigen
Ort Cabras folgen wir den Schildern nach Tharros. Am Ortsausgang
gelangen wir zum südlich Ufer des Sees. Bevor die Straße wieder
vom Wasser fortführt; sehen wir den Turm des Hafens, dem einige
haIb zerfallene Häuser vorliegen. Über eine kurze Schotterstraße
erreichen wir die Ruinen, an deren Basis sich auch der Parkplatz
befindet und wir uns Einschiffen. Camping: Campingplätze
gibt es in Arborea und Narbolia. Für diejenigen, die am Ufer zelten
gibt es Nächte voller Mücken. Vorsichtsmassnahmen: Es gibt
keine direkten geografisch oder klimatisch bedingten Schwierigkeiten.
Achtung auf die Fischernetze, die überall in der Lagune ausgelegt
sind. Die besten Jahreszeiten für diese Tour sind das Frühjahr und
die Wintermonate, da sich sehr viele Zugvögelarten hier aufhalten,
seltene und farbige Exemplare; außerdem gibt es dann keine heißhungrigen
und dreisten Mücken, die mit Sicherheit die lästigsten von ganz
Sardinien sind.
DIE LAGUNE VON SANTA
GILLA
Karten: I.G.M. Karte von
Italien, Maßstab 1: 25.000 Blatt Nt 02341V. Quadrant Orientierung
S.0. Capoterra; Blatt Nt; 0234 I~ Quadrant Orientierung S.E. Cagliari;
Blatt Nr. 0234 IV. Quadrant Orientierung N.O. Assemini. Länge
der strecke: 17 Meilen (Hin- und Rückweg). Ein-und Ausschiffen:
Man schifft sich im Hafen von Cagliari ein und aus, genau vor dem
Vereinssitz der Kanufahrer Ichnusa in der Calata dei Trinitari,
nicht weit von der neuen Levante-Mole, hier gibt es eine schwimmende
Brücke für das Einschiffen der Athleten, die wir ebenfalls benutzen.
Camping: Campingplätze in Santa Margherita, Pula und Capitana.
Wir raten stark davon ab, mit Schlafsäcken zwischen den Containern
des Hafens zu nächtigen. Vorsichtsmaßnahmen: Wir ernpfehlen
ein schnelles Durchfahren des Hafengebietes, nah entlang der Molen,
um ein "tete a tete" mit den Schleppern zu vermeiden,
die euch nicht bemerken, während sie schnell durch das trübe Wasser
ziehen. Im nördlichen Teil der Lagune gibt es Bänke voller Seegras;
dieAlgen können sich bei den untiefen Stellen um eure Paddel wickeln
und euch aus dem Gleichgewicht bringen. Sucht mit den Paddel immer
das Terrain nach Untiefen ab, von denen es einige gibt.
DER FLUSS COGHINAS
Karten: I.G.M. Karte
von Italien, Maflstab 1: 25.000 Blatt Nt 0181IV~ Quadrant Orientierung
S.O. Bortigiadas; Blatt Nt 0181111. Quadrant Orientierung N.O. Coghinas.
Länge der Strecke: 9 km. Ein-und Ausschiffen: Von
der Brücke der Straße Ploaghe-Tempio aus, sieht man ein asphaltiertes
Band, nicht sehr breit, das an der linken Seite des Flusses entlang
führt. Dieses erreichen wir über eine Abzweigung auf der rechten
Seite am Anfang der Brücke wir fahren die Straße, die zur Schotterstraße
wird und kommen durch ein Gatter. Kurz darauffahren wir durch ein
zweites, rustikaleres Tor, immer den Fluß im Auge behaltend, bis
wir zu einem Sandstrand mit kleinen weißen Kieseln gelangen, der
in einem Meander liegt und zum Anhalten einlädt. Von der Granitbastion,
die diesen überragt, sprudelt das Wasser in das Innere des Kanals
und nährt den Fluß reichlich mit Wasser. In den Bergen gibt es dagegen
nur ein paar Tümpel mit stehendem Wasser, die kaum miteinanderverbunden
sind. Hier können wir die Autos lassen und den Rückweg zu Fuß zurücklegen,
kaum eine Stunde ruhigen Gehens, nach den Armübungen auch den anderen
Gliedmaßen etwas Bewegung zukommen lassend. Camping: Freies
Campen zwischen den Viehherden auf weiten Lichtungen am Ufer. Vorsichtsmaßnahmen:
Einzige Gefahr in diesem breiten Fluß sind die schrecklichen,
künstlich angelegten Rutschen auf halber Strecke; kurz hinter einer
kleinen Brücke, ein Syphon, den kein gesunder Kanufahrer herausfordern
würde.
DIE INSEL VON
SPARGI, BUDELLI, 5. MARIA UND RAZZOLI
Karten:Karte des
hydograpbischen Institut der Marine, Maßstab 1: 100.000, Mittelmeerraum
- Sardinien, "von Castelsardo nach Olbia und zu den Bocche
di Bonifacio". Länge der Strecke: 20 Meilen (Hin- und
Rùckweg). Ein-und Ausschiffen: In dem geschützten Golf von
Porto Pollo im nördlichen Teil der Gallura lìegt im Westen eine
kleine Halbinsel, Isuledda, die einen schmalen Fuß hat, fast wie
der Stil eines Glases, und sich in Richtung Nord, sprich der Insel
Spargì ausweitet. Auf dieser halbinsel befindet sich ein Campingplatz,
der Windsurfer aus ganz Europa anzieht, da der Landstrich ermöglicht
daß man hier zwischen zwei Meeren auswählen kann, je nach dominierendem
Wind. Wir schiffen uns östlich von Isuledda an einem kleinen Sandstrand
ein; das Auto lassen wir auf einem kleinen asphaltierten Platz hinter
dem Strand. Camping: Man kann den hervorragenden Campingplatz
auf der Halbinsei nutzen. Für eine Nacht können die Romantischen
und nicht Rheumatischen von euch das Zelt auf dem roten Sand der
Insel aufbauen, aber nur wenn am nächsten Tag nichts mehr an unsere
Gegenwart erinnert. Vorsichtsmassnahmen: Wir raten dringend
dazu, möglichst in Küstennàhe zu paddeln, eher aus legalen als aus
sicherheitstechnischen Gründen. Die italienischen Gesetze verkennen
die Möglichkeiten des Meerkanus: in Großbritannien z.B. existiert
keine Limitierung des Gebrauchs, wenn sie nur mit allem notwendigen
fur die eigene Sicherheit und die Erste Hilfe ausgestattet sind.
Besucht diese Gebiete im Frühling und Herbst, an Tagen mit wenig
Wind, so habt ihr die Mòglichkeit, euch nicht durch die wahren Herren
des Meeres stressen zu lassen, die Motorbootfahrer.
VON CANNIGIONE NACH
PORTISCO
Karten: Karte des hydographischen
Instituts der Marine, Maflstab 1: 100.000, Mittelmeerraum - Sardinien,
"von Castelsardo nach Olbia und zu den Bocche di Bonifacio".
Länge der Strecke: 27 Meilen (Hin- und Rückweg). Ein-und
Ausschiffcn: Beides geschieht etwas nördlich von Cannigione,
an dem kleinen Strand des Segelzentrums am Ende des Golfes von Arzachena,
der sehr tief ist und fast wie ein Binnensee erscheint, durch die
Granitmole der Insei Caprera, die diesen im Norden abzuschließen
scheint. Camping: In der Gallura fehlt es nicht an organisierten
Campingplätzen. Vom Süden nach Norden kommend treffen wir auf Cugnana,
der Campingplatz von Cannigione, der im gleichnamigen Golf liegt.
Er befindet sich in einer wunderschönen Lage, am Hang des Monte
Occhione und zieht sich bis zum Golf von Arzachena hinunter, welcher
voller hübscher, kleiner Inseln und Klippen ist. Im Umkreis von
Palau gibt es insgesamt 4 Campingplätze. Freies Campen ist nicht
zu empfehlen wegen der Überfüllung der Strände. Vorsichtsmaßnahmen:
Diese Tour kann man das ganze Jahr über machen, da sie relativ geschützt
verläuft, entlang kleiner Buchten und niedriger, steiniger Küsten,
inmitten von kleinen Inseln und Klippen; es sei denn, es weht ein
derart starker Mistral, daß dieser selbst die Gedanken fortbläst.
Im Sommer kann es durch die Motorbootfahrer zu Unannehmlichkeiten
kommen, die, verkleidet als Seebären, oft rücksichtslos mit ihren
Manövern riesige Wellen erzeugen , abgesehen von dem Dieselgeruch
und den Ölfilmen, welche sie auf der Meeresoberfläche hinterlassen.
DIE UMSCHIFF'UNG VON
TAVOLARA UND MOLARA
Karten: Karte des hydographischen
Instituts der Marine, Maßstab 1:100.000, Tyrrhenìsches Meer - Sardinien,
"von Olbia zum Capo di Monte Santo". Länge der Strecke:
19 Meilen.
Ein-und Ausschiffen: Das Einschiffen findet im Hafen von
Porto San Paolo statt, kleiner, touristischer Ort an der Küste der
Gallura. Die Autos parkt man auf dem Parkplatz hinter dem Strand
mit dem kleinen Hafen, der Tavolara gegenüberliegt.
Camping: Es gibt Campingplätze in Budoni und San Teodoro,
letzterer mit weißem Sandstrand, dessen Dünenstreìfen durch eine
interessante wie landschaftlich reizvolle Lagune begrenzt wìrd.
Vorsichtsmaßnahmen: Die beste Zeit für diese Tour ist, wie
auch bei den bereits aufgeführten, das Frühjahr.Im Frühjahr ist
es nicht selten, daß wir Tage mit starkem Mistral haben, wo sich
die weiten Meerarme zwischen den Inseln in ein Nordmeer verwandeln
und ihr nicht mehr mit den Wellen, sondern die Wellen mit euch spielen.
Vermeidet diese Tage, vor allem verfolgt die Wettervorhersagen,
wenn ihr euren Ausflug nicht auf der anderen Seite des tyrrhenischen
Meeres beenden wollt.
DER FLUß TEMO
Karten: I.G.M. Karte
von Italien, Maßstab 1 : 25.000 BIatt Nn 0206 Iv. Quadrant
Orientierung N.O. Bosa. Länge der Strecke: 8 km. Ein-und
Ausschiffen: Man fährt von Bosa auß die Schotterstraße, die
rechts am FIuß entlang bis zum Stausee des Monte Crispu fùhrt. Die
Kanus werden auf einem unbequemen Weg getragen, der kurz vor dem
Stausee von der Schotterstraße abzweigt und zum steinigen Ufer hinunter
fährt. Hier schiffen wir uns ein. Das andere Auto lassen wir vor
der alten Gerberei Sas Corizas auf der linkcn Seite des Flußes stehen,
kurz nach der ersten Brücke, auf die wir bei dem Hinunterfahren
treffen. Camping: Campingplätze gibt CS in Narbolia und Alghero.
Es ist möglich, das Zelt auf den bewaldeten Weiden, die zum Fluß
hin abfallen, aufzubauen. Vorsichtsmaßnahmen: Je nach Wasserstand
des Flusses, können im oberen Drittel bei einer kleinen Zementbrücke
große Wasserrohre offenliegen, welche gefährliche Syphons werden
können. Wenn das Wasserniveau nicht sehr hoch ist, kann es sein,
daß der Zementboden der Brücken zum Vorschein kommt. Der Boden ist
nicht mehr verkleidet und wurde von den Wassermassen fortgespült.
Diese Stellen überwinden wir, indem wir die Ruder parallel zum Boot
halten und zwiscben den Pfählen hindurchrutschen.
DER FLUSS TIRSO
Karten: I.G.M.Karte
vonItalien, MBBstBb I: 25.000 Slan Nr. 02171. Quadrant Orientierung
N.O. Fordongianue; BIatt Nn 02171V. Quadrant Orientierung N.E. Solarussa;
Biatt Nn 02171V Quadrant Orientierung 5.11. Oristano.
Länge der Strecke: 17 km. Ein-und Ausschiffen: Man
fährt die SS 131 bis zu der
Abzweigung nach Simaxis, bis zum Örtchen Ollastra Simaxis. Von don
aus führt eine kleine Straße zum kleinen Stausee, der ein kleines
Becken im Tal bildet, wo wir uns einschiffen. Das andere Auto lassen
wir unter der Brücke Ponte del Rimedio auf der Strafle Oristano-Riola
stehen: eine unebene Schotterstraße, die steil bis zum Flußufer
führt. Camping: Campingplätze gibt es in Arborea und Riola.
Hübsche Möglichkeiten des freien Campens entlang des FIusses. die
manchrnal auch genutzt werden müssen, wenn man zu lange mit dem
Einschiffen zögern. Vorsìchtsmaßnahmen: Grundsätzlich gibt
es keine großen Schwierigkeiten bis zum Ort Sili, wo eine künstlich
angelegte Rutsche dazu zwingt, nach rechts auszuweichen, wo wir
sowohl Seile als auch Muskelkraft brauchen. Man muß mit langen Zeiten
rechnen, von dem Punkt an, wo die Vegetation, sowie Angeschwemmtes
zum Teil Mauern bilden, die nur übenwunden werden können, indem
wir ans Land gehen und durch Wachholder, Weiden, Schilfrohr streifen.
Dort gibt es rätseIhafte Frösche, die sich farblich vollkommen ihrer
Urngebung angepaßt haben.
DER FLUß FLUMENDOSA
Karten:I.G.M.Karte von
Italien, Maßstab 1 : 25.000 Blatt Nr. O2lS IV. Quadrant Orientierung
S.B.Gadoni; BIatt Nr. 0218 1. Quadrant Orientierung S.O. Scui. Länge
der Strecke: 6 km. Ein-und Ausschiffen: Wir fahren die kurvenreiche
StraBe von Gadoni hinab, die zur pharaonischen Brücke des Flumendosa
führt, "Katbedrale in der Wüste". die die beeindruckende
vorher konstruierte Ponte 'e Ferrii überragt. Kurz vor dem Viadukt
auf'der rechten Seite, biegt man in eine alte Straße, die zum Ufer
des Flusses führt. Das andere Auto läßt man an der Baustelle, die
zum Bau des Mausoleums diente. Auf dem kleinen, grasbewachsenem
Platz, vor dem sich der Flu weitet und ein Becken formt, rutschen
wir am Ende unserer Tour hinein. Wir überfahren die kleine Eisenbrücke,
die bei hohem Wasserstand manchmal überspült wird; weiter gehts
nach oben, bis wir die neue Straße erreicht haben und hinter dem
Viadukt eintreffen. Wir fahren weiter in Richtung Seulo bis zum
Schild, das Norcui anzeigt. Man biegt links naeh Norcui ab und fährt
eine Schotterstraße bergauf. Naeh etwa 5 km kommen wir zu ciner
Hirtenhütte, die mit einem Gatter aus Zweigen und Draht verschlossen
ist. Wir fahren hindurch und schließen dieses wieder hinter uns.
Nun verschlechtert sich die Straße sehr, die uns zum FIuß fùhrt.
Dieses Stùck ist vor allem schwierig zu befahren, wenn man zurückkehrt,
da der Untergrund oft vorn Regcnwasser schlammig ist. So braucht
man Geländewagen, um den Rest der Karavane aus dem Matsch zu ziehen.
Nachdem wir ein zweites Gatter durchfahren haben, so einfach wie
das erste, wird der Abhang bis kurz vor dem Wasser noch steiler.
Camping: Am Flußufer, wo es euch beliebt; bevor ihr in Morpheus
Arme sinkt, überprüft, daß die Boote sicher auf dem Trockenen liegen!
Vorsichtsmaßnahmen: Ein typischer sardischer Flußlauf der
sehr felsig ist und wo Gefahr besteht, wenn dieser besonders voll
oder besonders trocken ist; die Morfologie des Canyons, den der
Fluß durchläuft, bedingt, daß man je nach Wasserstand leicht hängen
bleiben kann: in Syphons, unter den Felswänden, in Engpässen oder
an Bäumen. Wir empfehlen kurze breite Kanus, die für extreme Flüsse,
Ersatzruder und Sicherheitsvorkehrungen sowie das Beberrschen derAbfahrtstechniken
und der Rettungsmanöver.
DER RIO OLLASTU I
PICOCCA
Karten: I.G.M. Karte von
Italien, Maßstab 1 : 25.000 Blatt Nr. 0227111. Quadrant Orientierung
S.O. San Priamo; Bian Nr. 0226 II. Quadrant Orientienung S.E. Burcei.
Länge der Strecke: 7.5 km. Ein-und Ausschiffen: Wir
fahren die SS 125 in Richtung Muravera bis zun Straßenwinterhaus
des Monte Acuto (ca. 10km vor der Fraktion San Priamo). Bevor wir
die Brücke des Rio Cannas überfahren, biegen wir auf der linken
Seite in eine Schotterstraße ein, die uns zum Einschiffungspunkt
führt: der Punkt, wo der Ollastu die Wasser des Brabaisu empfängt.
Wir schiffen uns an der Brücke des Rio Picoca aus. Camping:
Traumhafte PIätze zum freien Zelten entlang des FIußlaufes; genügend
CampingpIätze in Muravera. Vorsichtsmaßnahmen: Einfacher
"Saison"- FIuß, Übungsplatz fùr die cagliaritanischen
Kanufahrer. Der durchschnittliche Schwierigkeitsgrad übersteigt
generell nicht den 3.Grad, an manchen Stellen allerdings einigermaßen
lange Stücke. Trübes Regenwasser fließt durch weite Tunnel voller
Oleander, deren Zweige den etwas zerstreuten Kanufahrern Probleme
bereiten, und wo sich die Boote in Engpässen verstrcken können und
nur Herkoles mit großm Kraftaufwand diese wieder befreien kann.
[Quelle: ESIT]
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