NUORO

Seit 1926 dritte Provinzstradt Sardiniens, wie die Nuoresen ihre Stadt nennen. Nuoro wird aber schon schon im 12 Jahrhundert urkundlich erwähnt.. Es erlangt 1779 mit der Erhebung eines Bischofssitz eine gewisse Bedeutiung. Abgesehen von den Verwaltungsbauten aus der Zweiten Weltkrieg Ära besaß die Stadt noch Mitte des letzten Jahrhunderts einen ausgeprägten dörflichen und ländlichen Charakter. Heute prägen ein paar Neubausiedlungen das Bild der wachsenden Stadt, während das Umland sich entvölkert.
Nuoro ist alles andere als charmant, eine Stadt die man wirklich liebgewonnen haben muß, das Herz Sardiniens, die einerseits unter dem uralten ungelösten Banditenproblem leidet und andererseits zunehmend von Touristen wegen der sich in der Umgebung befindlichen Naturattraktionen aufgesucht wird.
Es liegt wie ein Vogelnest zwischen Badu e Carros, das als Sicherheitsgefängnis herhalten muß, und dem heiligen Berg der Nuoresen "Monte Ortobene", hin mit einer wunderschönen Aussicht in die Barbagia, dem Hochland der Insel.
Die Umgebung Nuoro liefert sehr gute Produkte aus der Landwirtschaft und Lebens-und Genußmittel, das Handwerk der Provinz ist klein aber fein. Im Tal neben der Strada Statale hat sich sogar ein beachtliches Industriegebiet erschlossen.

Sehenswürdigkeiten sind das Museum "Civico", Volkskundemuseum, und das Geburtshaus von Maria Grazia Deledda. In der Umgebung sind einige "Domus de Janas" Grabstätten und das Nuraghe Tanca Manna in Valverde zu besuchen. Wer Zeit hat sollte auf jeden Fall nach Orgoslo fahren, um sich das Bergdorf anzusehen. Ein traumhafter Ausblick auf die "Dolomiten" Sardiniens und gute Küche belohnen den Ausflug.

Fremdenverkehrsbüro:
EPT Nuoro
Piazza Italia, 19 - 08100 Nuoro
Tel.: +39/0784/32307 oder 3008

Ereignisse:
Sagra del Redentore (Folklore, August), Concorso letterario Grazia Deledda.

Berühmtheiten:
Sebastiano Satta (Poet, 1867-1914), Grazia Deledda (Schriftstellerin, 1871-1936).

 


 
 
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